Das Weihnachtsoratorium kommt nach Zschorlau

Kantor Andreas Conrad (Zschorlau) plant für das kommende Weihnachtsfest ein ganz besonderes Projekt: Probt er doch seit September mit den rund 40 Sängern des überregionalen Projektchors, der sich extra für zwei Konzerte am ersten Januarwochenende zusammengefunden hat die Kantate 1 und 3 aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach sowie die Vertonung des „Gloria“ des englischen lebenden Komponisten John Rutter.

Dem „Gloria“ liegt ein lateinischer liturgischer Text zugrunde, der auf die überlieferten Worte der Engel auf dem Bethlehemer Hirtenfeld („Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden bei den Menschen seiner Gnade“) zurückgeht. An dieser Stelle im Weihnachtsoratorium, da die Engel zu Wort kommen, werden sie das dann nicht auf Bachs Art, sondern im Stile John Rutters tun. Dieser Stil besticht durch kräftige Rhythmen, einprägsame Linien und eine recht freie doch immer erklärbare Harmonik. Besonders förderlich für den starken Kontrast ist auch die Orchesterbesetzung. Sind bei den Teilen des Weihnachtsoratoriums noch die Streicher im Vordergrund, unterstützt von Flöten, Oboen und Trompeten wechselt der Klang bei Rutters Musik, die ca. 240 Jahre nach dem Bach'schen Werk entstanden ist, gänzlich. Die Streicher, Flöten und Oboen haben Pause und zu den Trompeten treten noch Posaunen, eine Tuba und großes Schlagwerk hinzu. Außerdem erscheint die Orgel wesentlich in den Vordergrund.

Neben dieser inhaltlichen Neu-Kombination freut sich Andreas Conrad, dass das Weihnachtsoratorium mit dem Projekt in Kirchen musiziert wird, da es aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sonst eher nicht erklingt. Neben dem Auftritt in der St. Johanniskirche in Albernau wird es ein Konzert in der Ev.-Luth. Kirche Jahnsdorf geben.

Zum Vormerken:
Sonntag, 7. Januar, 17.00 Uhr, St. Johanniskirche Albernau

Karten sind ab 4. Dezember im Vorverkauf im Ev.-Luth. Pfarramt, der Buchhandlung Meyer, Bäckerei Baumann Albernau und im I-Punkt im Haus der Vereine erhältlich.